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Kino
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Kino, eine Welt für sich

Die Geschichte des Kinos beginnt bereits um 1880. In Schaubuden und Panoptiken kann man sich schon zu diesem Zeitpunkt von optischen Täuschungen faszinieren lassen. Mit Hilfe eines Stereoskopes kann man sich auch dreidimensionale Bilder ansehen. 1893 folgt das Kinetoskop, nach dem auch unser heutiges Kino benannt ist. Das Kinetoskop ist ein Schaukasten, in dem man sich kurze Filme anschauen kann. Nachfolger sind Apparate wie der Filmprojektor, mit dem man Filme aufnehmen und auch abspielen kann.

Das Kino in den Kinderschuhen

Aber Kino ist nicht gleich Kino. Es gibt ganz unterschiedliche Arten, wie man bewegliche Bilder wiedergeben kann. Von 1929 bis 1968 gibt es das Aktualitätenkino. In ständiger Wiederholung werden dort 50 Minuten lang Zusammenschnitte der vier deutschen Wochenschauen gezeigt. Wanderkinos, die durch das Land ziehen, kann man besuchen noch bevor es feste Kinos gibt. Selbst in der Provinz kommt man zu diesem Zeitpunkt in den Genuss des Kinos. Das Ladenkino gibt es noch bevor es richtige Kinogebäude gibt. Meistens sind es einfache Gaststätten, die man als Kino für geeignet hält. Ein paar angeordnete Stühle und schon ist das Ladenkino fertig. Das Autokino ist dafür berühmt, dass es im Freien stattfindet und der Besucher im Auto sitzen bleiben kann. Die Tonübertragung findet mittels eines Kopfhörers statt, den man in das Wageninnere bekommt. Das Freiluftkino findet ebenfalls, wie sein Name es schon sagt, im Freien statt. Man sitzt nur nicht im Auto, sondern auf Sitzplätzen, um auf die Leinwand schauen zu können. Das Geruchskino verstärkt die Wahrnehmung des Geschehens auf der Leinwand, indem man bestimmte Geruchsstoffe, in das Kino einströmen lässt. Motion –Ride Kinos sind etwas ganz Besonderes. Hier bewegen sich die Sitze synchron zum Film. Besonders in diesem Fall ist auch das Daumenkino. Eine Ansammlung aufeinandergelegter Bilder, die man mittels des Daumens durchblättert, wodurch ein kleiner Film auch ohne Projektor entsteht. Mithilfe von mehreren Hi-Fi Komponenten, die man im in der eigenen Wohnung aufstellt, kann man sich Kino auch nach Hause holen, das Heimkino. 70-mm-Film Formate kann man sich auf großen Leinwänden bei den IMAX – Kinosystemen anschauen. Multiplex-Kinos sind Kinocenter mit vielen Sälen.
Programmkinos sind unabhängig von Filmverleihen und können sich die Filme, die sie vorführen möchten selbst aussuchen.

Kino und Kinoarten im Laufe der Geschichte

Unter den zahlreichen Kinoarten gibt es natürlich auch Kinos, die einen gewissen Bekanntheitsgrad haben. Dazu gehört der Apollo-Kinematograph, den es von 1905 bis 1930 in Berlin gibt. Weitere bekannte Kinos in Berlin sind das Arsenal, das CineStar Original im Sony Center und das Kino Babylon, das bereits 1928 erbaut wird. Eines der ältesten Kinos der Welt steht in München Das Neue Gabriel wird seit 1907 ohne Unterbrechung bespielt. Das größte Multiplex Kino Deutschlands, mit seinen 5.370 Sitzplätzen und 16 Sälen, findet man in Essen.
Ob bekannt oder auch nicht, jedes Kino hat sein ganz eigenes Flair.